SEG 2 – Einsatzzug I

Bei Großschadensereignissen und im Katastrophenfall werden die Schnelleinsatzgruppen (SEG’n) von der zuständigen Rettungsleitstelle auf Bitte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, der Polizei oder dem Katastrophenschutzstab angefordert. Dabei können „ganze“ SEG’n oder auch nur einzelne Einheiten einer SEG wie z. B. die Betreuungsgruppe angefordert werden. Dies hängt immer von der jeweiligen Lage vor Ort ab. Am Einsatzort können die Aufgaben dann wie folgt sein:

  • Koordination der eigenen Kräfte vor Ort in Abstimmung mit der örtlichen Einsatzleitung
  • Unterstützung des örtlichen Rettungsdienstes
  • Unterstützung und Versorgung der anderen Einsatzkräfte wie z. B. die Feuerwehr
  • Bereitstellung von Infrastruktur in Form von Zelten, Strom, Licht und Wärme
  • Heranführen von zusätzlichem Sanitätsmaterial
  • Versorgung und Betreuung von unverletzten Beteiligten
  • Verpflegung von Einsatzkräften bei lang andauernden Einsätze
  • Mitwirkung bei Evakuierungsmaßnahmen in Form von Unterbringung, Versorgung und Verpflegung der evakuierten Bevölkerung
  • u. v. m

Unsere SEG’n bestehen aus überwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Eine Freistellung von der Arbeit bei Alarmierung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, dennoch möchten wir alle Arbeitgeber unseren ehrenamtlichen SEG Mitglieder um eine Freistellung von der Arbeit in einem Alarmierungsfall bitten. Denken Sie immer daran, Sie können auch in eine Notlage geraten und auf die Hilfe unserer SEG angewiesen sein.

Leitung & Einzugsgebiet

Die SEG 2 wird von Herrn Hans-Gerd Colmer (Zugführer) DRK OV Werlte e.V. geführt. Sein Stellvertreter ist Herr Hans-Hermann Funke (Zugführer) DRK OV Lathen e. V. und die jeweiligen Helfer und Helferinnen kommen aus den Ortsvereinen Werlte, Sögel und Lathen. Die SEG 2 ist Bestandteil des Einsatzzuges I (Emsland Nord). Innerhalb diesem Abschnitt ist der primäre Versorgungsraum die

  • Stadt Werlte
  • Samtgemeinde Sögel
  • Samtgemeinde Lathen

und der sekundäre Versorgungsraum ist dann der Einsatzzug Nord. Der Landkreis Emsland zählt dann zu dem tertiären Versorgungsraum. Kreisübergreifende Einsätze sind auch ein mögliches Szenario, welches wir bewältigen können, wollen und auch schon durchgeführt haben und in Zukunft auch noch durchführen werden.

Die einzelnen Komponenten der SEG 2 ist an den verschiedenen Standorten der beteiligten Ortsvereine stationiert. Die Standorte sind derzeit Stadt Werlte (GWSan & KTW), Gemeinde Sögel (MTW) und Gemeinde Lathen (GWBetreuung). Zum derzeitigem Zeitpunkt werden die SEG’n überarbeitet. Wie das zukünftige Stationierungskonzept aussieht steht noch nicht fest.

Fuhrpark / Ausrüstung SEG 2

Der Fuhrpark ist, wie bereits erwähnt, an den drei Standorten der SEG 2 stationiert. Nachfolgend eine Kurzübersicht der Fahrzeuge und eine Detailbeschreibung der Fahrzeuge mit dem Standort Werlte.

DRK OV Werlte e. V.

  • Gerätewagen Sanität (GWSan)
  • Krankentransportwagen (KTW)

DRK OV Lathen e. V.

  • Gerätewagen Betreuung (GWBetreuung)
  • 4-Tragen-Krankentransportwagen (4-Tragen-KTW)

DRK OV Sögel e. V.

  • MTW

Gerätewagen Sanität (GWSan)

Unser GWSanist ein VW Crafter mit Aufbau um den Transport der verschiedenen Materialien und dem Personal sicherzustellen. Der GWSan hat ein Leergewicht von 3410 kg und seine Gesamtmasse beträgt 5000 kg. Somit haben wir eine Zuladung von 1590 kg. Dies bedeutet, dass unsere Helfer und Helferinnen mit der Führerscheinklasse B dieses Fahrzeug theoretisch nicht bewegen dürfen. Jedoch gibt es seitens des Gesetzgebers eine Möglichkeit die 3500 kg Grenze zu überschreiten. Daher haben fast alle Helfer und Helferinnen den (ugs.) Feuerwehrführerschein. Damit sind die Inhaber berechtigt, im Einsatz auch Fahrzeuge über 3500 kg zu bewegen. Zur Ausrüstung zählen z. B.:

• Aufblasbares Zelt • Zeltheizung • Stromaggregat • Erste-Hilfe-Packs • Beleuchtungsmittel – Zeltleuchten – Halogenstrahler – Power-Moon • Sanitätsrucksäcke • u. v. m.

Zudem verfügt dieses Fahrzeug über eine Sondersignalanlage (Blaulicht und Martinshorn) sowie über ein BOS-Funksystem, welches auch im Rettungswesen verwendet wird. Alle Eigenschaften und Materialien hier zu benennen, würde eindeutig den Rahmen sprengen.

Krankentransportwagen (KTW)

Der KTW entspricht von der Ausstattung einem »normalem« KTW im Regelrettungsdienst. Er ist mit einer Krankentrage sowie einem Tragestuhl ausgestattet. Weitere Materialien am Bord sind z. B. ein AED (automatisierter externer Defibrillator) , medizinischer Sauerstoff, Sanitätsrucksack und vieles mehr. Auch dieses Fahrzeug verfügt über eine Sondersignalanlage sowie über ein BOS-Funksystem.

Bei einem Schadensereignis kann dieser dann für den Krankentransport von leichtverletzten Personen genutzt werden, um die RTW’s zu entlasten und das hauptamtliche Personal, welches in der Regel die RTW-Besatzung ist, nicht bei der Versorgung der leichtverletzten Patienten zu binden. Diese können auf Grund der höheren Qualifikation (Rettungsassistent bzw. Notfallsanitäter) die Patienten mit schwereren Verletzungen und Krankheitsbilder besser versorgen als unsere Ehrenamtlichen Mitglieder, zumindest trifft dieses in der Regel so zu.

Ortsverein Werlte
JRK “Ottifähns”
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